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Diese Arbeiten hier sind das Ergebnis einer sehr produktiven Fotoserie. Sie sind während der Chemotherapie, der ich mich wegen meines Brustkrebses unterziehen musste, entstanden. 
Ich wollte die Veränderungen in meinem Körper festhalten, mein neues Erscheinungsbild, die Aufnahme meines Selbst festhalten. Diese Zeit war etwas ganz Besonderes für mich. Es machte mir wirklich Spass, Selbstauslöser-Fotos von mir selbst zu machen und mein Selbstporträt dann mit der Molekular-Struktur des Proteins HER2 3+ zu kombinieren, zu konfrontieren und zu mischen. Dieses Protein ist für die Erkrankung meiner Zellen verantwortlich. 
Die Proteinstrukturen waren für mich eine Entdeckung, die Schönheit des Bösen. Obwohl der Begriff des Bösen in der Natur nicht existiert. Die Natur hat keine moralische Existenz, es ist ein Überlebenskampf, der im Körper ohne Bewertung stattfindet. Die Zellen gebären und sterben, ohne eine familiäre Beziehung zueinander zu entwickeln. 
Letztlich sterben wir alle, aber der Unterschied zwischen uns und den Zellen oder Bakterien besteht darin, dass wir Beziehungen aufbauen.
Leben ist ein Zerfall des Körpers von Geburt an. Die Entwicklung des Körpers ist manchmal schön, manchmal schmerzhaft, und die Vorstellung vom Selbst sollte flexibel bleiben, sie bewegt sich mit ihm. Man muss sich, über die Vorstellung und die Anforderungen an den Körper hinaus, ständig selbst korrigieren. Ich bin der Meinung, dass jeder Lebensabschnitt das Schöne für sich entdecken muss. 
Wie ich mich nach einer Brustkrebs OP in meinem Körper fühle, die Selbstbestimmung, ohne Haare in der Öffentlichkeit aufzutreten und trotzdem weiblich zu sein, das war die Herausforderung dieser Zeit, die ich mit dieser Arbeit hier zeigen möchte.